Die richtigen Bewerbungsmaterialien
Bei einer Bewerbung kommt es bekanntlich nicht nur auf den Inhalt an. Auf was es alles ankommt, wird in vielen Blogs und Foren ausgiebig thematisiert und diskutiert. Ein Aspekt kommt dabei meist ein wenig zu kurz: Welches Material sollte man für eine Bewerbung verwenden?
Genauer gesagt, welches Papier, welche Bewerbungsmappe und welche Umschläge. Auf diese Thematik möchten wir in diesem Blogartikel näher eingehen.
Bevor man sich überhaupt mit dem Material beschäftigt, sollte man erst einmal abklären, ob klassische Bewerbungen per Post überhaupt erwünscht sind, oder ob nicht eine E-Mail Bewerbung genügt, oder sogar erwünscht ist. Dies kann man oft der Stellenausschreibung entnehmen. Falls dies hieraus nicht zu entnehmen ist, braucht man keine Scheu davor haben, im zuständigen Personalbüro anzurufen und dies kurz zu erfragen. Im Gegenteil, ein telefonischer Vorabkontakt kann sich sogar positiv auf die Bewerbung auswirken, da dieser ein erhöhtes Interesse an der Stelle signalisiert. Hat man keine Möglichkeit zu erfahren, welche Art erwünscht ist, sollte man die klassische Variante wählen, womit wir auch wieder beim eigentlichen Thema dieses Artikels angelangt sind.
1. Papier
Das Nutzen des gängigen Formats A4 ist natürlich selbstverständlich und wird hiermit nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Für das Anschreiben sollte man ein etwas hochwertigeres Papier verwenden. Zum Beispiel 100g Papier mit Wasserzeichen. Der Leser bemerkt dies beim Anfassen meist und hat sofort das Gefühl für eine hochwertige Bewerbung. Sogar 120g Papier ist für das Anschreiben nicht übertrieben. Für den Lebenslauf kann ebenfalls 90 oder 100g Papier verwendet werden. Jedoch ist es hier nicht so wichtig, wie beim Anschreiben. Es gibt auch spezielles Bewerbungspapier, welches jedoch meist recht teuer ist. Falsch macht man damit aber natürlich auch nichts.
Für die Zeugnisse, Kopien etc. ist normales 80g Druckerpapier völlig ausreichend. Wobei es auch hier Unterschiede gibt und es teilweise sehr günstiges Papier gibt, durch welches man zu sehr durchschauen kann. Von Papier unter 80g/qm sollte man in allen Teilen die Finger lassen.
2. Bewerbungsmappe
Bei der Bewerbungsmappe ist das ganze etwas schwieriger. Hier gibt es 3-teilige Bewerbungsmappen mit edlem Schriftzug in vielen verschiedenen Farben und Formen bis hin zu einfachen schwarzen Klemmmappen mit transparenter Vorderseite. Viele gehen hier “auf Nummer sicher” und nehmen die teuren 3-teilige Mappen. Doch nicht immer liegt man damit richtig. Für Personaler, die für eine Stelle eine sehr große Anzahl an Bewerbungen bekommen sind diese oft ungeeignet. Hier werden einfache einfache Klemmmappen bevorzugt, welche nicht aufwändig auseinander geklappt werden müssen. Auch aus diesem Grund bevorzugen immer mehr Unternehmen Bewerbungen per E-Mail. Handelt es sich jedoch um eine Stelle auf die sich wahrscheinlich nur sehr wenig Bewerber finden, kann man gerne auch zur hochwertigen 3-teilige Bewerbungsmappe greifen.
3. Kuvert / Versandtasche
Eine Bewerbung darf auf keinen Fall geknickt werden. Deshalb müssen sie auf jeden Fall in C4 Versandtaschen versendet werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, und damit beim Transport keine Falten in die Bewerbung gelangen, kann man Versandtaschen mit verstärkter Rückwand benutzen. Diese sind etwas teurer, dafür aber sehr stabil. Die Farbe der Versandtasche sollte weiß oder braun sein. Also eine der Standardfarben und nichts auffälliges buntes. Versandtaschen mit Fenster sollten nur dann verwendet werden, wenn die Adresse des zukünftigen Arbeitgebers sich auch genau passend hinter diesem Fenster befindet. Subjektiv würde ich jedoch Versandtaschen ohne Fenster empfehlen.
Natürlich sind all diese Erläuterungen nur Empfehlungen und sollen als Richtwerte dienen. Jede Branche oder sogar jede Stelle hat seine Eigenheiten und so ist eine pauschale Herangehensweise bei diesem Thema nicht möglich.